Atemnot (Dyspnoe): Linderung von Luftnot
Atemnot ist eine häufige und belastende Erfahrung für viele Patienten in der palliativen Phase. Sie kann durch körperliche Erkrankungen, Angst oder Schmerzen ausgelöst werden.
- Medikamentöse Behandlung: Opioide wie Morphin wirken nicht nur gegen Schmerzen, sondern können auch die Atemnot reduzieren, indem sie die Atemwahrnehmung dämpfen.
- Zusätzliche Massnahmen: Sauerstoff kann in manchen Fällen helfen, wenn eine Hypoxie vorliegt. Auch die Lagerung in einer erhöhten Position oder das Öffnen eines Fensters für frische Luft können Linderung bringen.
- Psychologische Unterstützung: Atemnot wird oft durch Angst verstärkt. Entspannungstechniken und beruhigende Gespräche können helfen, die Situation zu entschärfen.
Unruhe und Verwirrtheit: Ruhe und Klarheit fördern
Unruhe und Verwirrtheit treten häufig in der Endphase des Lebens auf und können sowohl für die Betroffenen als auch für Angehörige belastend sein.
- Ursachen erkennen: Verwirrtheit kann durch metabolische Veränderungen, Medikamente, Schmerzen oder Infektionen ausgelöst werden. Eine gründliche Abklärung ist wichtig.
- Medikamentöse Ansätze: Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine oder Neuroleptika können helfen, die Symptome zu kontrollieren.
- Beruhigende Umgebung: Eine ruhige, vertraute Umgebung mit wenig Reizen trägt dazu bei, Unruhe zu reduzieren. Klare, einfache Erklärungen und das Vermeiden von Überforderung sind ebenfalls hilfreich.
Mundtrockenheit: Kleine Massnahmen mit grosser Wirkung
Mundtrockenheit ist ein häufiges Problem, das durch Medikamente, reduzierte Flüssigkeitszufuhr oder die Erkrankung selbst verursacht werden kann.
- Häufige Mundpflege: Regelmässiges (ca. alle 30 Minuten sofern der Patient nicht mehr selbständig schlucken kann) Anfeuchten der Mundschleimhaut mit einem feuchten Tuch oder Wattestäbchen kann helfen.
- Pflegemittel: Spezielle Mundspülungen, Gels oder Sprays können Linderung verschaffen.
- Erfrischung: Kleine Schlucke Wasser, Eiswürfel, Butterflöckchen oder angefeuchtete Mundstäbchen mit dem Geschmack, den der Patient gerne hat bieten ebenfalls Erleichterung.
Psychisches Leiden / Depressionen
Sterbende stehen oft auch aufgrund der Angst vor dem Tod unter extremer psychischer Belastung. Zu diesem Thema haben wir hier einen eigenen Beitrag erstellt.
Ganzheitliches Symptommanagement: Jeder Mensch ist einzigartig
Das Symptommanagement in der palliativen Phase erfordert ein individuelles Vorgehen. Jeder Patient erlebt seine Symptome unterschiedlich, und die Maßnahmen müssen an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Patienten, Angehörigen und dem Behandlungsteam, um eine ganzheitliche und würdevolle Versorgung zu gewährleisten.
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen Unterstützung im Umgang mit Symptomen in der palliativen Phase benötigen, können erfahrene Palliativteams und Begleiter dabei helfen, den bestmöglichen Komfort und Frieden zu erreichen.
In diesem Video finden Sie weitere Informationen zum Thema Schmerz und Total Pain.